02.05.2011 | FDP Main-Kinzig und FDP Hanau wollen Kräfte bündeln

FDP Main-Kinzig und FDP Hanau vereinbaren engere Zusammenarbeit

Sowohl der Kreisvorsitzende der Liberalen, Alexander Noll als auch der Vorsitzende des Stadtverbandes Hanau, Dr. Ralf-Rainer Piesold, stimmen in der Ansicht überein, dass der Main-Kinzig-Kreis mit der Sonderstatusstadt Hanau eine komplizierte Struktur aufweist. So könne man die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl zur Landratswahl als Indiz ansehen, wie gering die Kreispolitik in Hanau wahrgenommen werde. Aufgrund der Größe der Stadt und auch seiner zentralen Funktion als Oberzentrum würden die Bürger Hanaus Kommunalpolitik zuerst mit dem Oberbürgermeister und der Stadtverordnetenversammlung verbinden. Einig sind sich die Freidemokraten aber auch dahingehend, dass der Status der Stadt Hanau noch länger Bestand haben wird. Die komplizierte Struktur führt aber immer wieder zu Reibungsverlusten und Abstimmungsproblemen. Dieses Merkmal betreffe nicht nur die Verwaltung, sondern fände man auch in zahlreichen anderen Bereichen. Da diese mangelnde Kooperation aber zu suboptimalen Entscheidungen führe, sehen die Liberalen die Notwendigkeit der engeren Kooperation zwischen Kreis und Stadt.

Im Bereich der Schulen habe dies schon gut funktioniert. So sei die Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Kreis zur Schaffung von ausreichenden gymnasialen Plätzen richtungsweisend gewesen und hätte erst den Ausbau der Karl-Rehbein-Schule und der Hola vorangebracht. Auch sei die Erstellung eines gemeinsamen Schulentwicklungsplanes für berufliche Schulen richtig und zielführend.

Was für die Verwaltung gut sei, müsse auch für die eigene Partei gelten. So haben sich sowohl der Kreisverband als auch der Stadtverband darauf geeinigt, dass sie enger zusammenarbeiten wollen. Sichtbarer Beleg soll wieder die gemeinsame Ausrichtung eines Neujahrsempfangs in Hanau sein. Aber auch im Bereich der Vorstandsarbeit sollen regelmäßig Kreisvorstandssitzungen in Hanau abgehalten werden. Der Kooperationsgedanke werde sich auch auf die Abstimmung zwischen Kreistags- und Stadtverordnetenfraktion beziehen, stellte die Vorsitzenden der Fraktionen, Liselotte Pfeil und Thomas Morlock fest. Es gehe eben auch darum,bewusst zu machen, wie stark der Kreis und die Stadt von einer koordinierten Zusammenarbeit profitieren können. Die Koordination beider Verbände wird durch den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Robert Stauch geleitet.